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Foto: hbz/Kristina Schäfer

„Shorts at Moonlight“ findet zum 11. Mal im Schlossgarten in Mainz statt

MAINZ - An die Krabbe, die sich in die Taucherbrille des entsetzten Schwimmers gemogelt hat, hat man sich schon gewöhnt. Der blaue Cartoon prangt an vielen Plakatwänden in Mainz, Hofheim und Frankfurt-Höchst, den diesjährigen Austragungsorten des Kurzfilmfestivals „Shorts at Moonlight“. Letzter Spielort (zehn Abende bis 17.August) des Festivals ist der stimmungsvolle Schlosshof des Kurfürstlichen Schlosses mit Großbildleinwand und Bühne für Musik, Moderation und Diskussionsrunden. Doch bevor bei Dunkelheit um 21.15 Uhr der Beamer angeworfen wurde, gab es Jazz-Evergreens und Filmmusik des Duos Jazz@Sunset. Pianist Philly Long und Saxofonist Valentin Huber ließen unangestrengt die gute alte Zeit mit Klassikern wie „Take 5“ und „Cantaloope Island“ auferstehen. Gut gelaunt führte SWR Moderator Stephan Lenhard durchs abwechslungsreiche Kurzfilmprogramm mit regionalem Bezug und zerrte dabei manchen (Mainzer) Schauspieler, Regisseur oder Kameramann zum Filmgespräch auf die Bühne. Der Wettergott war gnädig. Es regnete nicht und gegen die aufkommende Kälte gab es Decken vom Veranstalter. Festivalleiterin Gudrun Winter und ihr Team haben auch diesmal wieder ganze Arbeit geleistet. Filme aus Rheinland Pfalz wurden geboten, die überwiegend in Mainz und Umgebung gedreht wurden. Man konnte also erraten, wo die Geschichten spielen.

Die Eröffnung war so recht nach dem Geschmack der Zuschauer: Sebastian Jansen, Absolvent der FH Mainz, drehte seine Psychosatire „Das Mädchen von Kasse 2“ im REWE Nahkauf in Bretzenheim und in Privatwohnungen. Die Barszene entstand im „Nelly’s“.

Bei Michael Schwarz humorvoller Politdoku „Peter Rist, Idealist“ fragt man sich, ob dies nicht eine erfundene Satire ist. Doch der Reutlinger Bürgermeister, Chorsänger, Posaunist und Wirtschaftsdezernent macht tatsächlich seinen Jugendtraum zum Beruf und wird stimmgewaltiger Sänger volkstümlicher Weisen. Weniger spannend gerieten die Genrefilme. Im Zeichentrickfilm „Stripe Tease“ verliert ein Tiger seine Streifen. Als schrille Erotikfilme ohne Nackedeis könnte man „Zu Dritt“ von Frederic Hambalek und „Parkplatzliebe“ von Peter Meister beschreiben.

Man darf hoffen, dass die Fernsehgewaltigen genauso viel Spaß an Daniel Rübesams Serienkonzept von „Helden des Alltags“ haben, wie das Shorts-Publikum. Eine solch schräge Sitcom hat man im Fernsehen noch nicht gesehen. Nach einer durchzechten Nacht haben fünf Freunde Superkräfte bekommen, mit denen sie reichlich Verwirrung stiften.

aus Allgemeine Zeitung vom 14.01.2015

Auszeichnung

© Sebastian Trapp

Hessischer Verdienstorden am Bande für Gudrun Winter aus Hofheim
Staatsminister Axel Wintermeyer: „Sie setzen sich mit Herzblut und Leidenschaft ehrenamtlich für die kulturelle Vielfalt in unserem Land ein“

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, hat Gudrun Winter aus Hofheim den Hessischen Verdienstorden am Bande überreicht. „Als Gründerin und ehrenamtliche Leiterin des Kurzfilmfestivals ‚Shorts at Moonlight‘ schaffen Sie Möglichkeiten, Kunst zu erleben, zu genießen und selbst zu gestalten. Sie setzen sich ehrenamtlich mit Herzblut und Leidenschaft für die kulturelle Vielfalt in unserem Land ein“, erklärte der Chef der Hessischen Staatskanzlei im Rahmen einer Feierstunde im Murnau-Filmtheater in Wiesbaden. „Die hessische Kulturlandschaft bewahrt durch solche Veranstaltungen ihre Vielfalt und Qualität und bleibt gleichzeitig modern und innovativ. Was Sie ehrenamtlich seit zehn Jahren auf die Beine stellen, ist wirklich bemerkenswert“, so Axel Wintermeyer.

Der Schwerpunkt des ehrenamtlichen Engagements von Gudrun Winter liegt im kulturellen Bereich. Vor vielen Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft und Faszination für Theater und Film. Als Mitglied einer Laienspielgruppe belegte sie zunächst Schauspielseminare in Frankfurt, ehe die Betriebswirtin eine Ausbildung an einer renommierten Schauspielschule in New York absolvierte. Gudrun Winter gründete das Tourneetheater “Die Lebenskünstler unterwegs“, produzierte und spielte Theater, bevor sie später für internationale und nationale Produktionen auch hinter die Kamera wechselte. Außerdem schrieb sie Drehbücher für Lang- und Kurzfilme. „Man kann sagen: Gudrun Winter kennt das Filmgeschäft aus jedem Blickwinkel“, so Staatsminister Wintermeyer.

Durch die Teilnahme an verschiedenen Filmfestivals von Moskau bis Los Angeles lernte die heute 58-Jährige die Filmfestivalszene kennen. Überrascht von den teilweise lieblosen Veranstaltungen reifte in ihr die Idee, Kurzfilme an besonderen Orten der Region einem breiten Publikum zu präsentieren. Mit Elan und Mut hat sich Gudrun Winter in das Abenteuer Festival-Organisation gestürzt und im Jahr 2002 den gemeinnützigen Verein „Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival e.V.“ gegründet.

Mit dem „Alten Wasserschloss“ in Hofheim am Taunus wurde ein Ort gefunden, der durch das perfekte Zusammenspiel aus Film und Ambiente im sommerlichen Mondschein die Zuschauer in seinen Bann zieht. „Sie werden wahrscheinlich nie vergessen, wie Sie aus Kostengründen nur in halber Größe gedruckte Plakate selbst zusammenklebten oder die Hofheimer Fußgängerzone mit Filmrequisiten dekorierten“, blickte Axel Wintermeyer auf die Anfangszeiten des Festivals zurück. „Mit Ihrem Festival bieten Sie nicht nur Menschen die Möglichkeit, Kunst in der Gemeinschaft zu erleben, zu genießen und selbst zu gestalten, sondern geben Filmemachern aus der Region eine Bühne – oder vielmehr eine Leinwand –, um ihre individuelle Kunst und Kreativität zu präsentieren.“

Mittlerweile ist „Shorts at Moonlight“ zu einem der wichtigsten Kurzfilm-Festivals in Deutschland geworden und neben Hofheim auch in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden vertreten. Zahlreiche Institutionen wie beispielsweise der Bundesverband Jugend und Film oder das Filmhaus Frankfurt sowie Hochschulen, Produktionsfirmen und Regisseure aus der Region nutzen die Plattform des Festivals und beteiligen sich mit ihren Filmen. Darüber hinaus pflegt das Festival mittlerweile eine Partnerschaft und einen regen Filmaustausch mit dem größten indischen Filmfestival (IFFI in Goa) und dem Kurzfilmfestival in Sao Paulo in Brasilien.

„Es ist mir eine ganz besondere Ehre, Ihnen heute im Namen der Hessischen Landesregierung und unseres Ministerpräsidenten Volker Bouffier mit dem Hessischen Verdienstorden am Bande ein sichtbares Zeichen unserer Anerkennung zu verleihen“, so Staatsminister Wintermeyer abschließend. „Menschen wie Sie machen aus unserer Gesellschaft eine Gemeinschaft, in der Zusammenhalt, Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft gelebte Werte sind.“

19.12.2013. Quelle: Pressestelle Hessische Staatskanzlei

Pressemeldung

Blitzlichtgewittter in Hofheim
Kurzfilmfestival Shorts at Moonlight wird professionell in Szene

Hofheim am Taunus, 9. April 2014. Während die ehrenamtlichen Helfer des Vereins gerade noch hunderte von Filmen sichten wurde auf Veranlassung des Sponsors Taunussparkasse das Festival von Fotograf Jens Ihnken in Szene gesetzt. Kein leichtes Unterfangen, wenn gerade gar kein Festival stattfindet und auch der ansonsten so sommerliche April gerade einen wolkigen und windigen Durchhänger hat. Als Assoziationshilfen mussten die Festivalleiterin Gudrun Winter, das leere Wasserschloss und das kleine Büro des Festivals im Kellereigebäude genügen. Kein Problem für einen guten Fotografen.

Zeitweise war das kleine Büro unterm Dach des Kellereigebäudes mit dem Fotografen, seinem Assistenten, seinem Hund, der Stylistin, der Texterin der Agentur Arts & Ohr und Niels Galow von der Taunus Sparkasse sowie der umfangreichen Fotoausrüstung so voll, dass man sich kaum mehr bewegen konnte. Da war dann die Ansage des Fotografens: „Bitte so bleiben!“ schon Grund zur Heiterkeit.

Man darf auf die Bilder, die für den Geschäftsbericht der Taunus Sparkasse geschossen wurden gespannt sein. Einen Blick hinter die Kulissen gibt dieses Bild das Frau Yvonne Velten, die das Projekt für die Taunus Sparkasse betreut, mit ihrer Mobile-Kamera während des Fotoshootings geknipst hat. Die „richtigen“ Bilder lassen natürlich nichts von den Umständen unter denen sie zustande gekommen sind ahnen.

Shorts at Moonlight, Deutschlands beliebtestes Open Air Kurzfilm-Festival, lockt bereits seit 12 Jahren Kurzfilm-Interessierte ins Rhein-Main-Gebiet. Das Festival findet jedes Jahr von Mitte Juli bis Mitte August in den Schlössern von Frankfurt-Höchst, Hofheim und Mainz statt.